Inhaftierung

Bei diesem Brauch, eingeführt anfangs der fünfziger Jahre, werden Bürger von Altshausen und Umgebung durch die Inhaftierungskommandos verhaftet. Haftgründe sind kleine Missgeschicke, unbedachte Aussprüche oder ähnliches der Delinquenten.

Die Haftbefehle mit aktuellen ortspolitischen Motiven sind einzeln coloriert und individuell auf die Delinquenten abgestimmt, und somit ein Unikat.

Am Gumpigen Donnerstag gehen die sieben Inhaftierungskommandos, jeweils ein Zunftrat, ein Büttel, ein Hopfenweible, ein bis zwei Schindele und zwei Hexen in die Häuser der Delinquenten. Ursprünglich wurden Letztere verhaftet und in das Inhaftierungslokal abgeführt.
Heute lösen sich die meisten Delinquenten mit einem Geldbetrag zu Gunsten der Narrenzunft aus. Gleichzeitig wird in vielen Häusern die Standhaftigkeit des Inhaftierungskommandos durch reichliche Bewirtung mit Getränken und bodenständigen Speisen bis an die Grenzen des Möglichen geprüft.